20.06.2024: Historie zum Themenfeld Lärmschutz auf der Lux und Beitrag zu einem sachlich geführten Diskurs

Liebe Leser:innen,
wir freuen uns, dass die Stadtverwaltung nun endlich tätig wird und den Lärmschutz aus Gesundheitsgründen vorantreibt, in dem Tempo 30 auf der Lux eingeführt wird. Unglücklicherweise wird die Debatte derzeit unsachlich geführt. Durch populistische Begriffe und Kritik an einzelnen Personen wird das Thema unnötigerweise emotional aufgeladen. Die Vorwürfe gegenüber der Verwaltung, diese Maßnahme sei “demokratiefern” und werde nun „im Schweinsgalopp“ oder auch im „Husarenritt“ eingeführt, stoßen bei uns auf Unverständnis, da die kritisierenden Parteien und Verbände keine Lösungsvorschläge vorgetragen haben. Die vorliegenden Klagen zeigen, dass jahrelanges Nichtstun zu entsprechenden kurzfristigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zwingt.

Die Entscheidung, Tempo 30 anzuordnen, fällt nicht vom Himmel und ist keinesfalls ein Alleingang des Verkehrsdezernats. Dieser Entscheidung sind zahlreiche Schritte vorausgegangen und daher möchten wir Ihnen mit einer kurzen Chronologie einen Überblick bieten:


Fünf Statements zur Einführung von Tempo 30:

„Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen innerorts zählt zu den zentralen Forderungen der Kidical Mass. Auf der Luxemburger ist das kein KANN sondern ein MUSS, um die gesetzlichen Vorgaben zum Lärmschutz einzuhalten.“ Simone Kraus, Kidical Mass Köln

„Wir begrüßen die Entscheidung der Stadtverwaltung. Sie macht die Luxemburger Straße sicherer. Bei 30 km/h ist der Reaktions- und Bremsweg von Autofahrenden deutlich kürzer und Verletzungen fallen weniger gravierend aus.“Alison Haywood, Fahrrad-Entscheid Köln

„[…] Insofern ist die Geschwindigkeitsreduzierung von Tempo 50 auf 30 auch für Fußgänger*innen insbesondere unter Sicherheits- und Gesundheitsaspekten „ein Segen“. Deshalb unterstützt die Ortsgruppe Köln des FUSS e.V. diese Maßnahmen voll.“ Anne Grose, FUSS e.V. Ortsgruppe Köln

„Der VCD Regionalverband Köln begrüßt die Geschwindigkeitsreduktion und äußert sein Unverständnis für die heftige Kritik von Teilen der Politik an dieser Maßnahme: „Endlich wird dem Gesundheitsschutz Rechnung getragen. Bislang wurde dieses Schutzgut häufig ignoriert.““ Hans Georg-Kleinmann, VCD Regionalverband Köln e.V.

"Dass die Gültigkeit des Bundes-Immissionsschutzgesetzes für Köln selbst von politischen Parteien aus dem demokratischen Spektrum offensichtlich angezweifelt wird, ist respektlos gegenüber den Menschen, die dort leben. Darüber hinaus ist es aber auch unverantwortlich gegenüber dem Steuerzahler, wenn gefordert wird, dass die Stadt für viel Geld erst mehrere Instanzen der Gerichtsbarkeit durchlaufen soll, um das mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit kommende Urteil zur Temporeduktion zu erhalten.“ Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) Köln

Wir bedanken uns für die Unterstützung und die klaren, sachlichen Worte. Die ausführlichen Statements sind hier downloadbar:


14.06.2024: Kurzfristige und flächendeckende Einführung von Tempo 30 wegen Lärm auf der Lux

Die IG Lebenswerte Lux befürwortet ausdrücklich den Vorstoß von Verkehrsdezernent Egerer, anstatt abzuwarten, endlich zu handeln und den Schutz der Kölner Bevölkerung vor Lärm voranzutreiben.

Aktuellen Berichten zufolge soll Tempo 30 als Lärmschutzmaßnahme auf der gesamten Luxemburger Straße zwischen Stadtgrenze und Barbarossaplatz (außer den Bereich im Inneren Grüngürtel zwischen Weißhausstraße und Eifelwall) angeordnet werden. Die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h wird für alle Anwohnenden zwischen Barbarossaplatz und Stadtgrenze ein großer Gewinn sein: Für weniger Verkehrslärm, eine sauberere Luft und mehr Verkehrssicherheit.

Unser ausführliches Statement ist hier als PDF abrufbar. Symbolfotos für Presseberichte stehen unter "Aktuelles" frei unter Nennung der IG Lebenswerte Lux zur Verfügung.

 

Save The Date: 10 Jahre nach der Bürgerbeteiligung - Wie sieht's aus mit der Neugestaltung der Berrenrather Straße?

Im Jahr 2014 fanden die ersten Beteiligungsworkshops für die Neugestaltung der Berrenrather Straße statt. Grüner soll es werden, mehr Platz für's Rad, Gastronomie und zu Fuß Gehende. Der Baubeschluss wurde im Jahr 2020 von der Bezirksvertretung Lindenthal gefasst. Doch aktuell kommt das Projekt nicht weiter. Viele fragen sich: Woran hakt es derzeit? Und welche Pläne wurden beschlossen, wie wird die neue Berrenrather aussehen?

Um alle auf den aktuellen Stand zu bringen, möchten wir deshalb zum 1. Juli zu unserer Infoveranstaltung einladen. Fragen bitte vorab an Kontakt@Lebenswerte-Lux.koeln oder hier in unser Kontaktformular.

Wann? Montag, 1. Juli 2024, 18.30 Uhr (Dauer: ca. 90 Minuten)

Wo? VENTANA (ehem. Kinderheim), Elisabeth-von-Mumm Platz 1

Folgende Gäste erwarten uns und haben die Einladung bereits bestätigt:

  • Hanna Müller, Projektleiterin der Berrenrather, Amt für Straßen- und Radwegebau, Stadt Köln
  • Peter Gwiasda, Planungsbüro VIA
  • Helga Blömer-Frerker, ehemalige Bezirksbürgermeisterin von Lindenthal


Über uns – Kurz und knapp 

Wir haben uns im Frühjahr 2022 gegründet und setzen uns für eine lebenswerte und zukunftsgewandte Luxemburger Straße ein. Wir wohnen an der Lux, gehen dort einkaufen, treffen uns dort auf einen Kaffee und nutzen sie auch als Verkehrsachse mit dem Auto, dem Rad und zu Fuß. Um die Aufenthalts- und Wohnqualität zu steigern, setzen wir uns für eine Lärmreduzierung, Luftreinhaltung und höhere Verkehrssicherheit ein. Denn zu Fuß Gehende und Radfahrende jeden Alters sollen sicher auf der Lux unterwegs sein können. Als konkrete Maßnahmen fordern wir:

  • Die Einführung von Tempo 30 als Lärmschutzmaßnahme
  • Umwandlung der rechten Fahrspur zu einem breiten Radfahrstreifen
  • Markierung eines Sicherheitsabstands zwischen Radstreifen und Parken, um "Dooring"-Unfälle zu verhindern
  • Beseitigung von Hindernissen und Barrieren für den Fußverkehr
  • Sichere Querungen und häufigere und längere Grünphasen für den Fußverkehr

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Endlich fertig: Unsere Bürgereingabe als Ergebnis der vier Werkstattgespräche

Am 15. November 2023 reichten wir unsere erarbeitete Bürgereingabe an die Geschäftsstelle für Anregungen und Beschwerden der Stadt Köln ein. In der Eingabe sind folgende neun Punkte aufgelistet, um die Verkehrssituation insbesondere für den Rad- und Fußverkehr auf der Lux zu verbessern. Die Punkte stammen aus den vier Werkstattgesprächen, welche wir im Laufe des Jahres 2023 veranstalteten und an denen insgesamt 60 Personen teilnahmen. Im Werkstattgespräch zum Thema Radverkehr nahmen 25 Personen teil. Wir möchten uns noch einmal für die gute Beteiligung und die konstruktiven Diskussionen und Gespräche bedanken! Die Ergebnisse der einzelnen Werkstattgespräche können unter dem Tab Aktuelles detaillierter nachgelesen werden.

  1. Systematisches Freiräumen der Gehwege
  2. Verdeutlichung und Neumarkierung und -beschilderung von bestehenden Ladezonen
  3. Erweiterung der Ladezonen südlich des Gürtels
  4. Ahnden des illegalen Gehwegparkens Lux / Klettenberggürtel
  5. Erweiterung des Fahrradparkens südlich des Gürtels
  6. Einrichtung von Sharing-Stationen der Mikromobilität
  7. Einrichtung von Lastenrad-Stellplätzen
  8. Bau von fest installierten Blitzern
  9. Punktuelle Ausbesserung des Asphalts zur Minderung des Sturzrisiko

 

Bereits über 60 Antragsteller:innen für verkehrslärmreduzierende Maßnahmen! Schon dabei?

Am Samstag, den 20. August 2022 luden wir Anwohnende aus Sülz/Klettenberg und der Luxemburger Straße in das Weisshaus-Kino ein. Diesem Aufruf sind über 50 Personen gefolgt. Dort stellten wir uns als IG erstmals der Öffentlichkeit vor und sprachen über zahlreiche Themen rund um die Lux als Straße zum Wohnen, Ausgehen, Einkaufen und Aufenthalt. Einen genauen Bericht findet ihr im Menü unter Aktuelles. Wir fordern alle Anwohner:innen der Lux auf, gegen die hohe Verkehrslärmbelastung einen unverbindlichen Antrag für verkehrslärmreduzierende Maßnahmen bei der Stadt Köln zu stellen. Eine schnelle und effektive Maßnahme könnte bspw. die Einführung von Tempo 30 sein. Bitte informiert uns, wenn ihr einen Antrag gestellt habt. Den Download des Formulars findet ihr weiter unten:


Download Lärm-Antragsformular als Word- oder PDF-Datei: 

Zum Ausdrucken
Antrag_PDF.pdf (1.64MB)
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Zum digitalen Ausfüllen
Antrag Word_1.docx (1.58MB)
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