18.04.2023 - Newsletter: Die nächsten Aktionen
Liebe Unterstützer:innen der IG Lebenswerte Lux,
die letzten Monate war es nach außen hin etwas ruhiger. Wir haben die Zeit damit verbracht, unsere nächsten Aktionen zu planen, wie den Sülzer Zubringer zur Kidical Mass am 7. Mai sowie eine Demonstration zum Weltfahrradtag am 3. Juni. Zudem erfassen wir derzeit Überholabstände zwischen dem Rad- und Autoverkehr auf der Lux in Kooperation mit dem Team des Kölner OpenBikeSensors. Auch haben wir uns im März mit verschiedenen Parteien weiter vernetzt und zu unseren Ideen konstruktiv ausgetauscht. Hierbei sind wir auf viel Zustimmung gestoßen.
Einladung: Werkstattgespräch für Gewerbetreibende auf der Lux
Nun steht unsere nächste Veranstaltung bevor. Am Mittwoch, den 26. April möchten wir mit den Gewerbetreibenden der Luxemburger Straße ins Gespräch kommen und sind gespannt auf deren Interessen und Sichtweisen. Denn die Lux ist das Bindeglied zwischen Sülz und Klettenberg und neben der Berrenrather unsere wichtigste Geschäftsstraße. Ob Kino, Gastronomie, medizinische Einrichtungen, Fitness, Einzelhandel und Dienstleistungen — auf der Lux findet man so einiges.
Falls ihr jemanden kennt, oder selbst auf der Lux geschäftlich tätig seid, kommt gerne vorbei! Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Wir möchten damit auch den Gewerbetreibenden anbieten, sich untereinander auszutauschen. Erarbeitete Ideen können anschließend in unsere Bürgereingabe mit aufgenommen werden, die wir im Sommer an die Bezirksvertretung Lindenthal einreichen möchten.
Wo: Café Impact, Luxemburger Straße 190 (Ecke Arnulfstraße)
Wann: Mittwoch, den 26. April 2023, 18.30 Uhr - 20 Uhr
Engagierte Personen gesucht
Wir merken an manchen Stellen, wie zeitintensiv Initiativenarbeit ist und würden deshalb gerne unser Team vergrößern. Deshalb suchen wir Personen, welche fester Bestandteil der IG sein möchten. Dazu kann jede:r kommen, egal ob Anwohner:in oder Besucher:in, ob aus Sülz oder Lindenthal, alt oder jung. Hauptsache, ihr seht das Verbesserungspotential und möchtet euch für eine zukunftsgewandte Lux einsetzen. Wir treffen uns je nach Aktionen 1-2 x im Monat und besprechen sonst vieles auf digitalem Weg. Schreibt gerne per Mail an Kontakt@Lebenswerte-Lux.koeln, falls ihr euch angesprochen fühlt und Teil der Initiative werden wollt. Wir würden uns freuen!
25.01.2023 - Werkstattgespräch Fußverkehr
Gemeinsam haben wir Ende Januar mit Frau Anne Grose vom FUSS e.V. die Situation des Fußverkehrs entlang der Luxemburger Straße besprochen. Folgende Punkte wurden geschildert:
- Die Bürgersteige entlang der Lux sind an vielen Stellen baulich breit genug hergestellt, werden jedoch durch wild abgestellte Fahrräder, Gehwegparken (z.B. Lux/Sülzgürtel) und Mobiliar wie Parkscheinautomaten und Schildermaste eingeengt
- Durch schlechte Luft und hohe Lärmbelastung hält sich niemand gerne an der Lux auf, obwohl es dort auch Außengastronomie und hochwertigen Einzelhandel sowie Freizeitmöglichkeiten gibt
- Ampelschaltungen werden als fußunfreundlich wahrgenommen, "Z-Querungen" der Bahnschienen sind mit Hilfsmitteln wie Rollatoren und Kinderwägen schwierig zu nutzen, Ampelschaltungen sind nicht immer nachvollziehbar und nicht auf die Ankunft der KVB abgestimmt > Lange Wartezeiten und geringe Aufstellflächen
- Mit Kindern ist es unangenehm, an den Ampeln zu warten, während Autos und LKW mit wenig Abstand und hoher Geschwindigkeit vorbeifahren
- Ruhebereiche oder Bänke, sodass z.B. ältere Leute auf dem Weg zum Supermarkt eine kurze Pause einlegen können, sind nicht vorhanden
- Radverkehr weicht auf den Bürgersteig aus und gefährdet den Fußverkehr, da viele Personen Angst haben, auf der Fahrbahn zu radeln
- Von vielen Anwesenden wird die Luxemburger Straße sowohl zu Fuß als auch mit dem Rad gemieden und Parallelstraßen bevorzugt
Maßnahmen
- Wir werden durch Aktionen zumindest zeitweise die Aufenthaltsqualität entlang der Lux steigern, eine Aktion zum Weltfahrradtag 2023 (3. Juni) ist in Planung
- Wir werden eine Erhebung von bestehenden Radabstellplätzen und Stationen von Sharingdiensten durchführen, sodass das Parken in Zukunft geordnet abseits des Gehweges durchgeführt werden kann und der Fußverkehr die volle Breite zur Verfügung hat
- Es wird eine Bürgereingabe mit den erwähnten Themen erarbeitet und an die Bezirksvertretung Lindenthal eingereicht, sobald alle Werkstattgespräche abgeschlossen sind. Darin werden wir u.A. vorschlagen, Stadtmobiliar wie Parkscheinautomaten vom Gehwegbereich in die Flächen des Parkens zu versetzen
14.12.2022 - Werkstattgespräch Lärmschutz
Am 14.12.2022 hatten wir zu unserem 1. Werkstattgespräch eingeladen. Thema der Veranstaltung war die Einführung von Tempo 30 auf der Luxemburger Straße vom Barbarossaplatz bis Militärring. Mit unserer Vorstellungsveranstaltung im Weisshauskino im August 22 haben wir begonnen Anwohner*innen zu mobilisieren, die sich ebenfalls für Tempo 30 einsetzen möchten. Dazu haben wir Anträge entlang der gesamten Luxemburger Straße verteilt, mit denen sich die Bürger*innen direkt an die Oberbürgermeisterin wenden konnten, um verkehrslärmreduzierende Maßnahmen einzufordern. Unserer Kenntnis nach haben bislang knapp 50 Anwohner*innen auf diesem Weg die Stadt Köln zum Handeln aufgefordert. Diese große Anzahl an Anträgen bestätigt unsere Arbeit und unterstreicht die unzumutbare Wohnsituation an der Lux.
Unser großes Anliegen war es daher bei unserem 1. Werkstattgespräch, die Antragsteller*innen kennenzulernen und sie untereinander zu vernetzen. Trotz eisiger Kälte und einer grassierenden Erkältungswelle konnten wir ein gutes Dutzend Gäste im Café Laura begrüßen. Nach einer kurzen Vorstellung der IG Lebenswerte Lux begann unmittelbar ein lebendiger Austausch. Die Anwohner*innen berichteten aus ihrem Alltag und den Belastungen, die sie durch den Autoverkehr täglich erfahren. Dazu gehört unter anderem der Feinstaub, der sich auf den Möbeln absetzt, die aufheulenden Motoren der Raser oder die permanente Geräuschkulisse, die sowohl nachts den Schlaf massiv stört als auch tagsüber das Arbeiten im Homeoffice oder die Erledigung der Hausaufgaben beeinträchtigt. Der Wunsch nach einer Verbesserung der Situation wurde von den Anwesenden klar kommuniziert.
Wie geht es weiter? Wer in den letzten Wochen und Monaten einen Antrag bei der Stadt Köln eingereicht hat, erhielt ein standardisiertes Antwortschreiben. Der vorliegende Antrag wird geprüft, leider ist eine Aussage bezüglich der Dauer der Prüfung nicht möglich. Wir hoffen in erster Linie, dass die Stadt auf die zahlreichen Anträge der Anwohner*innen reagiert und Tempo 30 aus freien Stücken entlang der gesamten Luxemburger Straße anordnet.
Ignoriert die Stadtverwaltung jedoch unser Anliegen und unternimmt nichts, sind wir entschlossen, unser Recht auf den Schutz unserer Gesundheit notfalls vor dem Verwaltungsgericht einzufordern. In den letzten Jahren hat die Stadt Köln zahlreiche, ähnlich geartete Fälle gegen Anwohner*innen verloren. Der Rechtsanwalt Wolfram Sedlak hatte hier erfolgreich die Interessen der Bürger*innen vor dem Verwaltungsgericht vertreten. Auch für unser Anliegen hat Herr Sedlak bereits seine Unterstützung zugesichert. Nach einer angemessenen Bearbeitungsfrist werden wir die Stadt Köln erneut kontaktieren und gegebenenfalls erste juristische Schritte einleiten. Wir informieren auf unseren Kanälen über die neusten Entwicklungen und das weitere Vorgehen.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmer*innen des 1. Werkstattgesprächs und den zahlreichen Antragsteller*innen, die leider nicht dabei sein konnten. Die Einführung von Tempo 30 war jedoch nicht das einzige Thema, das die Anwesenden bewegt hat. Auch bei den Themen Rad- und Fußverkehr wurde erneut deutlich, dass Handlungsbedarf besteht.
01.12.2022 - Die IG in der INsuelz & klettenberg
In der INsuelz-Ausgabe 04/2022 werden wir und unser Anliegen für die Luxemburger Straße ab Seite 18 ausführlich vorgestellt. Danke an Thomas Dahl für den Artikel! Die Online-Ausgabe ist hier als PDF abrufbar.
16.11.2022 - Vorstellung beim AGORA Veedelstreffen
Am Mittwoch, den 16. November fand im JuZi das Veedelstreffen von der AGORA Köln statt. Verschiedene lokale Initiativen stellten sich dort vor und kamen miteinander und mit der Nachbarschaft ins Gespräch. Insgesamt nahmen mehr als 50 Nachbar:innen am Treffen teil. Wir als IG Lebenswerte Lux waren auch dabei und freuten uns über die vielen Gespräche, Anregungen und Diskussionen. Unsere Ideen und Maßnahmen für die Lux wurden sehr positiv von den Anwesenden aufgenommen.
20.08.2022 - Die IG stellt sich im Weißhaus-Kino vor
Am Samstag, den 20. August luden wir Anwohnende aus Sülz/Klettenberg und der Luxemburger Straße in das Weisshaus-Kino ein. Diesem Aufruf sind über 50 Personen gefolgt. Dort stellten wir uns als IG erstmals der Öffentlichkeit vor und sprachen über zahlreiche Themen rund um die Lux als Straße zum Wohnen, Ausgehen, Einkaufen und Aufenthalt.
Wir begannen unsere Veranstaltung mit der Erläuterung unserer Entstehungsgeschichte. Wir fanden uns im Sommer 2021 zusammen, nachdem ein schrecklicher, tödlich Dooring-Unfall auf der Lux geschah. Die IG ist mit der Gründung im April 2022 noch sehr jung. Anschließend erläuterten wir die verschiedenen Themenblöcke und sprachen darüber mit eingeladenen Gästen. Neben der Luftreinhaltung sprachen wir auch über Lärmschutz. Hierzu luden wir Herrn Wolfram Sedlak ein, Rechtsanwalt für Umweltschutz, der uns die Vorteile von Tempo 30 hinsichtlich des Lärms erläuterte. Im dritten Themenblock Verkehrssicherheit sprachen wir mit Frau Anne Grose von FUSS e.V. und mit Frau Dr. Ute Symanaski von der Radkomm über die heutige Situation für den Fuß- und Radverkehr an der Lux. Am Ende der Themenblöcke folgten offene Gesprächsrunden mit dem Publikum, der IG und den eingeladenen Gästen. Das Publikum informierte sich mit großem Interesse bei Herrn Sedlak (Siehe Foto links) über die Möglichkeiten, Tempo 30 bei der Stadtverwaltung einzufordern und notfalls zu klagen. Verschiedene Personen erläuterten ihre Wohnsituation an der Lux und fühlen sich vom Lärm in ihrer Wohnqualität stark eingeschränkt, davon sind auch die Kinderzimmer der Wohnungen betroffen. Zum Thema Verkehrssicherheit betonte eine Zuhörerin die Notwendigkeit, die Bahnübergänge und Ampelschaltungen kritisch unter die Lupe zu nehmen. Generell herrschte ausschließlich Zuspruch im Publikum für die von der IG geforderten Maßnahmen.
Zur Verbesserung der Situation an der Lux möchten folgende Maßnahmen umsetzen: Einführung von Tempo 30, Umwidmung der rechten Fahrspur zum Radfahrstreifen, Optimierung der Bahnübergänge für den Fußverkehr sowie nutzbare Gehwege, die möglichst frei von Mobiliar und Fahrzeugen jeglicher Art sind. Denn wir sehen die Lux nicht als Durchgangsstraße vom Umland in die Stadt, sondern vor allem als Mittelpunkt von Sülz und Klettenberg, der unterschiedliche Nutzungen erfüllen soll. Der Autoverkehr wird natürlich auch in Zukunft eine große Rolle spielen, doch sollten andere Verkehrsmittel ebenfalls ihren sicheren Raum entlang dieser Straße erhalten. Je mehr Alternativen es gibt, desto mobiler sind wir.
Für die Einführung von Tempo 30 aufgrund von Lärmschutz fordern wir auf, dass Anwohnende der Lux und ihren Nebenstraßen das unten vorbereitete Formular runterladen und per E-Mail oder Post an das Büro der Oberbürgermeisterin senden. Dies ist erstmals ganz unverbindlich und damit gehen keine Verpflichtungen Ihrerseits einher. Bitte informieren Sie uns, wenn Sie das Formular abschicken. Falls dies nicht funktioniert, suchen wir das direkte Gespräch mit der Stadt und würden mit Unterstützung von Herrn Wolfram Sedlak eine Sammelklage von Anwohnenden organisieren. Dies sollte jedoch unsererseits die letzte Option darstellen.
Die IG bedankt sich bei OFF Broadway GmbH, bei der Radkomm, FUSS e.V. und dem ADFC für die Unterstützung. Außerdem vielen Dank für die Gäste zu ihren fachlichen Input und natürlich gilt auch den eingeladenen Interessierten Dank für's Diskutieren!
Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete über die Veranstaltung. Darin äußerte sich auch das Presseamt der Stadt Köln, mit teilweise fragwürdigen Argumenten. Die Reaktion von Rechtsanwalt Herrn Wolfram Sedlak auf die Stellungnahme des Presseamts:
"Und wieder behauptet die Stadt im letzten Absatz rechtswidrig, dass ein gesetzlicher Rahmen für Tempo 30 fehle, obwohl die von uns erstrittenen Urteile des Verwaltungsgerichtes Köln das Gegenteil belegen."
Unsere Pressemeldung zur Veranstaltung sowie den Antrag für Tempo 30 als verkehrslärmreduzierende Maßnahme sind auf der Startseite downloadbar.
03.06.2022 - Das war unsere Demo zum Weltfahrradtag
Am Weltfahrradtag, den 3. Juni 2022 demonstrierten wir mit zahlreichen Personen aller Altersgruppen auf der Lux mit der Ansage
"Radfahren auf der Lux darf keine Mutprobe sein!"
Wir fordern daher Tempo 30 und die Umwidmung der vollständigen rechten Fahrspur zu einem Radfahrstreifen. Zudem soll ein markierter Sicherheitsabstand Dooring-Unfälle verhindern, welche es in der Vergangenheit leider zu oft gab.
Wir starteten die Demo an der Ecke Luxemburger Straße/Geisbergstraße und fuhren die wichtige Schulwegeachse in Richtung der Fahrradstraße Weyertal. Um mehr Aufmerksamkeit für die Belange des Radverkehrs zu zeigen, querten wir noch die Universitätsstraße, um schließlich wieder die Richtung zu wechseln und im Weyertal, vor dem EvT- und Schillergymnasium anzukommen. Auf dem Weg schlossen sich weitere Personen der Demo an, welche auf dem Weg zur Schule oder Arbeit waren und genossen die ungewöhnlich entspannte Fahrt mit dem Rad über die Lux.
Dies war unsere erste organisierte Demonstration, seit die Interessengemeinschaft gegründet wurde. Wir freuen uns auf weitere Aktionen und freuen uns über Unterstützung. Dieses Jahr werden noch weitere Aktionen und Veranstaltungen für Anwohnende folgen! Um weiter informiert zu bleiben, bitte beim Newsletter anmelden!
Eure IG Lebenswerte Lux